Take-away gründen: Kosten Schweiz 2026
Ein Take-away kombiniert Küche und Ausgabe auf minimaler Fläche, ohne Sitzplätze oder Service. Die Investition ist deutlich tiefer als ein Restaurant, die Marge auf einzelne Verkäufe ähnlich hoch. Standortwahl an Passantenströmen (Bahnhof, Bürodichte) ist entscheidend.
Für wen sich Take-away eignet
Ein Take-away eignet sich für Gastronomen mit fokussiertem Konzept und Verständnis für Frequenz-Standorte. Der operative Aufwand ist geringer als beim Restaurant, aber der Verkaufsdruck (schnelle Ausgabe, hohe Frequenz) ist intensiv.
Kostenaufschlüsselung
Drei Szenarien: minimal (schlanke Ausführung), Standard (marktüblich), gehoben (Premium-Segment). Alle Werte sind Schweizer Mittelwerte, kanton-spezifische Aufschläge zeigen wir unten.
| Position | Minimal | Standard | Gehoben |
|---|---|---|---|
Handelsregister-Eintrag (GmbH) | CHF 500 | CHF 500 | CHF 500 |
Wirtepatent und Lebensmittelbewilligung | CHF 500 | CHF 1'200 | CHF 2'500 |
Kücheneinrichtung und Verpackungsstationen | CHF 20'000 | CHF 45'000 | CHF 90'000 |
Miete und Kaution (3+3) Für 25 bis 70 m² an frequenzstarker Lage. | CHF 12'000 | CHF 30'000 | CHF 60'000 |
Innenausbau und Ausgabe-Tresen | CHF 8'000 | CHF 20'000 | CHF 45'000 |
Versicherungen (Jahr 1) Betriebs- und Berufshaftpflicht, Sachversicherung, Rechtsschutz. | CHF 2'000 | CHF 4'000 | CHF 7'500 |
Marketing und Launch | CHF 2'500 | CHF 6'000 | CHF 15'000 |
Betriebskapital 6 Monate | CHF 15'000 | CHF 30'000 | CHF 55'000 |
| Total | CHF 60'500 | CHF 136'700 | CHF 275'500 |
Was in den Kosten steckt
Die 60'000 bis 165'000 CHF Gesamtinvestition sind ähnlich wie beim Café. Kücheneinrichtung (Fritteusen, Grills, Kühlungen) macht 30 bis 40 Prozent aus. Standort in frequenzstarker Lage ist der entscheidende Investitionsfaktor. Betriebskapital für Warenlager und Anlaufphase ist wichtig.
Rechtsform
GmbH sinnvoll wegen Lebensmittelhaftung und mehrjährigen Mietverträgen. Für sehr kleine Solo-Take-aways ohne Angestellte ist Einzelfirma denkbar.
Bewilligungen und Voraussetzungen
- Wirtepatent
- Lebensmittelbewilligung Kantonales Labor
- Bauliche Anpassungsbewilligung
Zeitrahmen
| Konzept und Standortsuche | 3 bis 8 Wochen |
| Bewilligungen und Umbau | 6 bis 14 Wochen |
Finanzierung Ihrer Gründung
Take-aways finanzieren sich typisch über Eigenkapital plus Kleinkredit plus Lieferantenkredite. Die tiefe Anfangsinvestition macht Bankkredite ohne Bürgschaft realistisch.
Versteckte Kosten, die oft vergessen werden
- Verpackungsmaterial
- Öl-Entsorgung und Umweltschutz
- Warenverderb bei Fehlkalkulation
- Online-Bestellsystem-Abos
Häufige Fehler bei der Kostenkalkulation
- Zu breites Menu: Take-aways funktionieren besser mit 6 bis 12 klaren Positionen.
- Vernachlässigung der Online-Bestellung (Uber Eats, Just Eat sind kritische Umsatzkanäle).
Günstigste Kantone für Take-away
Kombinierte Miet-, Lohn- und Handelsregister-Kosten, sortiert nach mittlerem Szenario.
| Kanton | Total (Standard) | Miete | Details |
|---|---|---|---|
| Appenzell Innerrhoden | CHF 123'100 | -25 % | Ansehen → |
| Appenzell Ausserrhoden | CHF 124'600 | -25 % | Ansehen → |
| Glarus | CHF 124'600 | -25 % | Ansehen → |
| Jura | CHF 124'600 | -25 % | Ansehen → |
| Uri | CHF 126'100 | -20 % | Ansehen → |
Alle 26 Kantone für Take-away
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Häufige Fragen
- Kann ein Take-away von einem Foodtruck-Standort aus betrieben werden?
- Nein. Ein Take-away ist ein stationärer Betrieb mit permanenter Bewilligung. Ein Foodtruck operiert mit mobilen Standplatz-Bewilligungen pro Ort. Beide Modelle können kombiniert werden (stationärer Take-away plus mobile Erweiterung).
Nächster Schritt
Der interaktive Rechner passt diese Zahlen auf Ihren Kanton, Ihre Team-Grösse und Ihre Rechtsform an.
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