Finanzierung

Venture Kick Schritt für Schritt: CHF 150'000 in drei Stufen

14. Mai 202610 min read

Das Wichtigste in Kürze

  • Venture Kick fördert in drei Stufen mit insgesamt CHF 150'000: Stage 1 mit CHF 10'000 (Grant), Stage 2 mit CHF 40'000 und Stage 3 mit CHF 100'000 (jeweils Wandeldarlehen).
  • Stage-1-Erfolgsquote rund 62,5 Prozent: Pro Session pitchen acht Teams, fünf erhalten den ersten Kick.
  • Berechtigung: Schweizer Spinoff oder Gründungsteam in Inkorporation, Verbindung zu einer Schweizer Hochschule, weniger als fünf Jahre seit Gründung, skalierbares Geschäftsmodell.
  • Seit 2007 wurden 1'251 Startup-Projekte gefördert, CHF 102 Mio. ausbezahlt; Portfolio sammelte CHF 12,4 Mrd. Folgefinanzierung ein.
  • 2025 wurde mit 990 Bewerbungen ein Rekord erreicht; 130 neue geförderte Projekte (+34% gegenüber 2024).

Venture Kick ist das wichtigste private Förderprogramm für technologiebasierte Schweizer Hochschul-Spinoffs. Insgesamt CHF 150'000 in drei Stufen über rund neun Monate, kombiniert mit intensivem Coaching und einem Pool von über 250 Investoren und Serien-Unternehmern als Jury. Seit 2007 wurden 1'251 Startup-Projekte gefördert und CHF 102 Mio. ausbezahlt; das Portfolio sammelte CHF 12,4 Mrd. Folgefinanzierung ein.

Dieser Artikel erklärt den Ablauf Schritt für Schritt, was die Jury bewertet, welche Erfolgsquoten realistisch sind und woran die meisten Bewerbungen scheitern.

Privat finanziert, Hochschulbezug verbindlich

Venture Kick ist kein staatliches Programm. Es wird von der Gebert Rüf Stiftung, der Ernst Göhner Stiftung und weiteren privaten Stiftungen finanziert; die operative Führung liegt seit Beginn beim IFJ Institut für Jungunternehmen in St. Gallen, Zürich und Lausanne. Die Bewerbung ist gebührenfrei, aber der Hochschulbezug ist nicht verhandelbar: mindestens ein Founder muss Verbindung zu einer Schweizer Hochschule haben.

Was Venture Kick ist und wer dahinter steht

Venture Kick wurde 2007 lanciert, um die Lücke zwischen Hochschulforschung und marktreifem Startup zu schliessen. Initiatoren waren die Gebert Rüf Stiftung und die Ernst Göhner Stiftung, später kamen weitere Förderer hinzu: Hauser-Stiftung, Fondation Alcea, André Hoffmann, Hansjörg Wyss, Martin Haefner, Fondation ProTechno, Swisscom, Lichtsteiner Foundation und die Deeptech Nation Switzerland Foundation.

Operative Trägerin ist das IFJ Institut für Jungunternehmen in St. Gallen, Zürich und Lausanne. Das Schwesterprogramm Venturelab liefert das Coaching-Programm, das Venture-Kick-Sieger zwischen den Stufen durchlaufen.

Die drei Stufen im Überblick

Venture Kick läuft in drei aufeinanderfolgenden Stufen mit jeweils eigenem Pitch, Jury und Förderbetrag. Die Erfolgsquoten halbieren sich grob mit jeder Stufe.

StufeFörderungFormPitchErfolgsquote pro Session
Stage 1CHF 10'000nicht-rückzahlbarer Grant5 Min. + Q&Arund 62,5% (5 von 8)
Stage 2CHF 40'000Wandeldarlehen8 Min. + Q&Arund 60% (3 von 5)
Stage 3CHF 100'000Wandeldarlehenfinale Jury, längeres Formatrund 33% (Top-Trio)

Stage 1 richtet sich an die früheste Phase: das Team hat eine technologiegetriebene Idee, prüft die grundsätzliche Marktrelevanz und braucht Mittel für die ersten Validierungsschritte. Stage 1 muss vor der Inkorporation eingereicht werden.

Stage 2 verlangt eine ausgereifte Businessplan-Logik: definierte Zielkunden, validiertes Wertversprechen, erste Pilotgespräche oder Letters of Intent. Hier wechselt die Förderform vom Grant zum Wandeldarlehen.

Stage 3 richtet sich an Teams mit nachweisbarer Traktion: zahlende Kunden, Investoreninteresse, klare Wachstumshypothese. Der Pitch findet vor einer hochkarätigen Jury statt; nur das Top-Trio erhält den Stage-3-Kick.

Berechtigung im Detail

Venture Kick prüft fünf Eligibility-Kriterien, bevor ein Projekt überhaupt zur Jury zugelassen wird.

  1. Schweizer Sitz oder Gründung in Vorbereitung: Das Unternehmen ist in der Schweiz inkorporiert oder im Inkorporationsprozess. Stage 1 muss explizit vor der Inkorporation eingereicht werden.
  2. Verbindung zu einer Schweizer Hochschule: Mindestens ein Founder hat an einer Schweizer Hochschule studiert, geforscht oder gearbeitet. Akzeptiert sind ETH-Bereich (ETH Zürich, EPFL Lausanne), alle kantonalen Universitäten, alle Fachhochschulen sowie akkreditierte Forschungsinstitute (Empa, PSI, Eawag, WSL u.a.).
  3. Skalierbares, technologiegetriebenes Geschäftsmodell: Klassisches B2C ohne technologische Differenzierung wird kaum gefördert. Schwerpunkte: Software/SaaS, Hardware, Biotech, Deep Tech, Cleantech, Medtech.
  4. Weniger als fünf Jahre seit Gründung: Der Cut-off zählt ab Eintragung im Handelsregister. Spinoffs, die noch nicht inkorporiert sind, fallen automatisch in dieses Fenster.
  5. Founderteam mit klarer Verteilung der Rollen: Solo-Founders sind nicht ausgeschlossen, aber Teams mit komplementären Profilen schneiden statistisch deutlich besser ab.

Stage 1: Pitch, Jury und Erfolgsquote

Pro Stage-1-Session pitchen acht ausgewählte Teams. Fünf von acht erhalten den Kick, was eine Erfolgsquote von 62,5 Prozent ergibt – die beste in allen drei Stufen.

Pitch-Format: 5 Minuten Präsentation, danach 5 Minuten intensives Q&A. Slides werden nicht zwingend verlangt, sind aber üblich. Englisch ist der Standard, Deutsch und Französisch sind möglich.

Jury-Zusammensetzung: typisch 7 bis 10 Personen aus dem Pool von über 250 etablierten Unternehmern und Investoren. Beispiele: VC-Partner wie Harald Nieder (Redalpine), Serien-Gründer wie Marc Bernegger und Felix Mayer, Corporate-Executives, Business Angels, Branchenexperten.

Was die Jury bewertet:

  • Marktbedarf und Marktgrösse mit nachvollziehbarer Quellenlage
  • USP und IP-Position (Patente, Wissen, Netzwerkeffekte)
  • Team-Drive, Execution-Fähigkeit, Vollständigkeit der Rollen
  • Skalierbarkeit (technisch, kommerziell, geografisch)
  • Internationale Wachstumslogik
  • Sektorspezifische Hebel: bei Biotech regulatorischer Pfad und Reimbursement, bei Tech Adoption und Transferfähigkeit

Was nicht zählt: akademische Tiefe ohne kommerziellen Bezug, lange Methodikbeschreibungen, vage Marktgrössenangaben aus generischen Reports, Buzzwords ohne Substanz.

Stage 2: Vom Konzept zur Validierung

Stage 2 wird typisch zwei bis vier Monate nach Stage 1 absolviert. In dieser Zeit wird das Team durch ein 2-tägiges Kickers Camp vorbereitet: Pitch-Training, Businessplan-Schärfung, Investorenkontakte, Coaching durch Venturelab-Mentoren.

Pro Stage-2-Session pitchen 5 Teams um 3 Slots. Erfolgsquote: rund 60 Prozent. Pitch-Dauer: 8 Minuten Präsentation, danach Q&A.

Was Stage 2 verlangt:

  • Validierte Marktthese: Kundeninterviews, Pilotgespräche, Letters of Intent
  • Sauberes Businessmodell mit Pricing-Logik und Kostenstruktur
  • Klarer Use of Funds für die nächsten 12 Monate
  • Begleitende KPIs: Userwachstum, Conversion, Pipeline-Volumen

Was sich ändert gegenüber Stage 1: Es geht nicht mehr nur um die Idee, sondern um Belege. Die Jury hat in Stage 1 das Potenzial gesehen; in Stage 2 will sie die Umsetzung sehen.

Wandeldarlehen statt Grant: Stage 2 wird als Wandeldarlehen ausgegeben. Bei einer späteren qualifizierten Equity-Runde wandelt es sich automatisch in Anteile um. Die Konditionen sind startup-freundlich (langer Cap-Zeitraum, moderate Discount-Logik).

Stage 3: Finale, hohe Selektion, Türöffner

Stage 3 ist die wertvollste Stufe – nicht primär wegen der CHF 100'000, sondern wegen des Zugangs zu Kickfund (bis CHF 850'000 Equity) und dem damit verbundenen Investorennetzwerk.

Pitch-Format: deutlich länger als in Stage 1 und 2, häufig im Rahmen eines öffentlichen Final-Events („Venture Kick Final"). Jury-Zusammensetzung: erfahrene VC-Partner, etablierte Serien-Unternehmer, internationale Investoren.

Was Stage 3 verlangt:

  • Nachweisbare Traktion: zahlende Kunden, signifikante Pipeline, Pilotresultate
  • Klare Wachstumshypothese mit detailliertem Plan auf 18 bis 24 Monate
  • Investoreninteresse als Pre-Commit oder Soft-Commit
  • Reife Cap-Table-Logik (keine ungeklärten Founder-Anteile, kein Cap-Table-Chaos)

Erfolgsquote: das Top-Trio gewinnt. Die Selektion ist die schärfste der drei Stufen; viele gute Stage-2-Sieger schaffen Stage 3 nicht.

Häufiger Fehler in Stage 3

Teams, die in Stage 1 und 2 mit einer guten Idee überzeugen, scheitern in Stage 3 häufig an der Frage „wie skaliert das jetzt?". Wer auf Stage 3 mit derselben Story wie auf Stage 2 antritt, fällt durch. Die Jury erwartet einen klaren Sprung in Reifegrad, Traktion und kommerzieller Substanz.

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Der Förderpfad insgesamt: Bis CHF 1'150'000

Wer alle drei Stufen schafft, hat Zugang zu einem Gesamtfinanzierungspaket von bis zu CHF 1'150'000.

KomponenteBetragForm
Venture Kick Stage 1CHF 10'000Grant
Venture Kick Stage 2CHF 40'000Wandeldarlehen
Venture Kick Stage 3CHF 100'000Wandeldarlehen
Gebert Rüf InnoBooster (Einladung nach Stage 2)CHF 150'000Grant über Hochschule
Kickfund (Zugang nach Stage 3)bis CHF 850'000Equity
Totalbis CHF 1'150'000

Stage-2-Sieger werden automatisch für den InnoBooster der Gebert Rüf Stiftung eingeladen. Stage-3-Sieger erhalten Zugang zu Kickfund, dem auf Venture-Kick-Alumni spezialisierten Equity-Fonds.

Bewerbungsablauf in der Praxis

Bewerbung erfolgt rollend über venturekick.ch/appform. Pro Jahr finden mehrere Sessions in Zürich und Lausanne statt; ein Bewerbungsbatch wird in der Regel 6 bis 10 Wochen nach Eingabe gepitcht.

Schritt 1: Online-Application mit Projektbeschreibung, Founderteam, Hochschulbezug, Marktthese und Use of Funds. Dauer: 4 bis 8 Stunden Schreibarbeit, wenn das Team gut vorbereitet ist.

Schritt 2: Pre-Selection durch das Venture-Kick-Team. Wer ausgewählt wird, erhält einen Pitch-Slot. Wer nicht ausgewählt wird, erhält Feedback und kann mit überarbeitetem Antrag erneut antreten.

Schritt 3: Pitch und Jury-Entscheid in Zürich oder Lausanne, am Tag selbst.

Schritt 4: Coaching und Vorbereitung auf nächste Stufe durch Venturelab. Kickers Camps, Mentoring, Investorenkontakte.

Kennzahlen 2025 und Ausblick 2026

KennzahlWert
Bewerbungen 2025990 (Rekord)
Geförderte Projekte 2025130 (+34% gegenüber 2024)
Auszahlungen 2025CHF 8,3 Mio.
Folgefinanzierung Portfolio 2025CHF 1,25 Mrd.
Geplante Förderprojekte 2026283 (+15%)
Geplantes Budget 2026CHF 9,58 Mio.
Frauenanteil im Founderteamrund 42%

Seit 2007 wurden insgesamt 1'251 Startup-Projekte gefördert und CHF 102 Mio. ausbezahlt. Die Überlebensrate der inkorporierten Firmen liegt bei 84 Prozent, was deutlich über dem Schweizer Startup-Durchschnitt liegt. Im Portfolio finden sich zwei Unicorns: Climeworks und Cyberhaven.

Bekannte Alumni

Eine kleine Auswahl prominenter Venture-Kick-Sieger:

  • Climeworks (ETH, 2010): Direct-Air-Capture-Marktführer, mehrere Mega-Runden, heute Unicorn
  • Distalmotion (EPFL): chirurgischer Roboter Dexter, FDA-Zulassung 2025, J&J-Investment Januar 2026
  • Lemoptix und Composyt Light Labs (EPFL): beide an Intel verkauft
  • Flyability (EPFL): Inspektionsdrohnen
  • Abionic (EPFL): Diagnostik
  • Beekeeper (ETH): Kommunikationsplattform
  • Neural Concept (EPFL): KI-Engineering
  • Ava (ETH): Frauengesundheit
  • Bestmile (EPFL): Mobility-Orchestration

Häufige Fehler bei Venture-Kick-Bewerbungen

Schwache Marktvalidierung: Vage Aussagen wie „der Markt ist riesig" ohne nachvollziehbare Quellen oder Kundeninterviews. Die Jury erwartet messbare Validierung, nicht generische Marktstudien.

Unklarer USP: Die Antwort auf „warum ihr und nicht jemand anderes?" muss in 30 Sekunden klar sein. IP, Wissensvorsprung, Netzwerkeffekte oder regulatorische Vorteile sind belastbare Differenzierungen; „wir sind das beste Team" ist es nicht.

Team-Lücken: Ein technisches Solo-Team ohne kommerzielle Rolle wird in Stage 2 oder Stage 3 scheitern. Die Jury fragt explizit nach Verkauf, Produkt, Tech und Operations.

Kein klarer Schweizer Hochschulbezug: Wer die Hochschulanbindung nur formal nachweist (z.B. ein einzelner Bachelor-Abschluss vor zehn Jahren), riskiert die Disqualifikation in der Eligibility-Prüfung.

Pitch ohne „Warum jetzt?": Die wichtigste Frage neben Marktgrösse und Team. Wer keine plausible Antwort auf den Timing-Hebel hat (Technologiereife, regulatorischer Wandel, Marktbewegung), überzeugt nicht.

Jury-Feedback nicht eingearbeitet: Wer in der nächsten Stufe oder bei einer Wiederbewerbung dieselbe Story präsentiert wie zuvor, fällt durch. Das Feedback der Jury ist die wertvollste Ressource; wer es nicht ernst nimmt, verschwendet die Wiederbewerbungschance.

Coaching ist Teil des Werts

Der Cash-Anteil ist nur ein Teil des Venture-Kick-Werts. Das Coaching durch Venturelab, der Zugang zum Pool von 250+ erfahrenen Unternehmern und der Eintritt in das InnoBooster- und Kickfund-Netzwerk sind oft wertvoller als die CHF 150'000 selbst. Wer nur das Geld will, unterschätzt das Programm.

Ressourcen für Venture-Kick-Bewerber

  • venturekick.ch: Bewerbungsformular, Sessions, Jury-Pool, Alumni
  • venturelab.swiss: Coaching, Kickers Camps, Mentoring
  • innobooster.ch (Gebert Rüf Stiftung): Folgeförderung für Stage-2-Sieger
  • kickfund.ch: Equity-Fonds für Stage-3-Sieger
  • startupticker.ch: Schweizer Startup-Newsdienst, deckt Venture-Kick-Sessions

Venture Kick

Dreistufiges Förderprogramm für Schweizer Hochschul-Spinoffs

Bis CHF 150'000 in drei Stufen

Venture Kick aufrufen

Venturelab

Coaching- und Trainingsprogramm für Schweizer Startup-Founders

Programmkosten in Venture Kick enthalten

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Haeufige Fragen

Wer kann sich für Venture Kick bewerben?
Schweizer Spinoffs oder Gründungsteams in der Phase der Inkorporation, mit Verbindung zu einer Schweizer Hochschule (ETH-Bereich, kantonale Universität, Fachhochschule oder Forschungsinstitut). Das Geschäftsmodell muss skalierbar und technologiebasiert sein, und das Unternehmen darf seit höchstens fünf Jahren existieren. Stage 1 muss vor der Inkorporation eingereicht werden.
Was ist der Unterschied zwischen Stage 1, Stage 2 und Stage 3?
Stage 1 (CHF 10'000, Grant) testet die grundsätzliche Machbarkeit der Geschäftsidee mit kurzem Pitch und Q&A. Stage 2 (CHF 40'000, Wandeldarlehen) verlangt einen ausgereiften Businessplan und vertiefte Marktvalidierung. Stage 3 (CHF 100'000, Wandeldarlehen) erfordert nachweisbare Traktion (Kunden, Pilotprojekte, Investoreninteresse) und endet im finalen Pitch vor einer hochkarätigen Jury.
Wie schnell muss ich zwischen den Stufen vorankommen?
Der gesamte Venture-Kick-Prozess dauert typisch rund neun Monate von Stage 1 bis Stage 3. Zwischen den Stufen sind je rund zwei bis vier Monate Vorbereitungszeit üblich, in denen das Team an Markttraktion, Businessplan und Pitch arbeitet. Wer zu lange wartet, verliert den Anschluss; wer zu schnell pitcht, riskiert ein zu schwaches Stage-2- oder Stage-3-Update.
Wie ist die Beziehung zwischen Venture Kick und dem Gebert Rüf InnoBooster?
Stage-2-Sieger werden automatisch für den InnoBooster der Gebert Rüf Stiftung eingeladen, der zusätzliche CHF 150'000 ermöglicht. Stage-3-Sieger erhalten Zugang zu bis zu CHF 850'000 Equity-Finanzierung über Kickfund. Total entsteht damit ein Förderpfad von bis zu CHF 1'150'000 entlang der Venture-Kick-Stufen, ohne dass der Founder Anteile abgeben muss.
Was unterscheidet einen guten von einem schwachen Venture-Kick-Pitch?
Gute Pitches kombinieren technische Klarheit mit klarer Marktthese und einer konkreten Antwort auf 'warum jetzt?'. Sie zeigen messbare frühe Validierung (Kundeninterviews, Pilotprojekte, Briefe von Lead-Customers) und ein Founderteam mit komplementären Rollen. Schwache Pitches setzen auf vage Marktgrössen, fehlende technische Differenzierung oder unklare Geschäftsmodelle.
Was passiert, wenn ich Stage 1 nicht beim ersten Mal schaffe?
Eine erneute Bewerbung ist möglich, sofern das Projekt substanziell weiterentwickelt wurde. Die Jury gibt schriftliches Feedback, das in der nächsten Runde adressiert werden sollte. Mehrere Venture-Kick-Sieger haben den ersten Anlauf nicht geschafft und beim zweiten Versuch mit überarbeitetem Pitch gewonnen. Wichtig ist, das Feedback ernst zu nehmen und nicht nur kosmetisch zu reagieren.
Michael Bauer

Michael Bauer

Startup-Finanzierung und Investoren

Michael Bauer analysiert Förderprogramme und Finanzierungsoptionen für Schweizer Startups. Er hat selbst ein Unternehmen gegründet.