finpension Bewertung 2026: Günstigste Säule-3a-App mit 99% Aktienquote im Test

10. Mai 20264 min read

Das Wichtigste in Kürze

  • finpension bietet die höchste Aktienquote (99%) und die tiefsten All-in-Gebühren (ca. 0.39%) unter den regulierten Schweizer 3a-Anbietern.
  • Als einziger digitaler Anbieter deckt finpension sowohl Säule 3a als auch Freizügigkeitsgelder (Säule 2 bei Austritt aus der Pensionskasse) ab.
  • finpension setzt auf passives Investieren mit einem Tilt zu Faktorstrategien; die Fondsauswahl basiert auf wissenschaftlich fundierten Ansätzen.
  • Die App ist weniger poliert als VIAC, aber funktional vollständig: Kontoeröffnung, Einzahlungen und Strategiewechsel laufen digital.
  • Selbständigerwerbende ohne Pensionskasse können bis zu CHF 36'288 pro Jahr einzahlen und profitieren stark vom günstigen Kostenmodell.

finpension ist ein Schweizer Fintech für die Säule 3a und Freizügigkeitsgelder. Das Produkt richtet sich an renditeorientierte Sparer, die die günstigsten Konditionen im digitalen Vorsorgesegment suchen: mit 99% Aktienquote und All-in-Gebühren von ca. 0.39% pro Jahr bietet finpension die stärkste Kombination aus Renditechance und tiefen Kosten im Schweizer Markt. Diese Bewertung zeigt, wann finpension die richtige Wahl ist.

finpension auf einen Blick

finpension AG wurde 2020 gegründet und hat den Sitz in Zürich. Die Vorsorgegelder werden über die finpension Vorsorgestiftung und die finpension Freizügigkeitsstiftung verwaltet, beide unter Aufsicht der OAK BV. Vollständig digitale Kontoeröffnung per App (iOS und Android).

Was finpension kann: Funktionsüberblick

Anlagestrategien mit bis zu 99% Aktien finpension bietet Strategien von 0% (Geldmarkt) bis 99% Aktienquote. Die höchste Strategie (Global 99) ist die maximale gesetzlich mögliche Aktienquote für Schweizer Vorsorgeprodukte. Die Fonds stammen von globalen Anbietern (Dimensional Fund Advisors, Vanguard, iShares) und verfolgen einen passiven Ansatz mit optionalem Faktor-Tilt (Value, Small Cap, Profitabilität). Nachhaltige ESG-Varianten sind ebenfalls verfügbar.

Säule 3a und Freizügigkeitskonto in einer App Dies ist das stärkste Alleinstellungsmerkmal von finpension: Sowohl 3a-Vorsorgegelder als auch Freizügigkeitsguthaben (Säule-2-Austrittsgelder) können über dieselbe Plattform verwaltet werden. Wer die Stelle wechselt, selbständig wird oder auswandert, kann die Austrittsgelder direkt zu finpension transferieren und kostengünstig anlegen.

Mehrere Vorsorgekonten finpension erlaubt die Eröffnung mehrerer 3a-Konten für die Staffelung von Bezügen. Da jeder 3a-Bezug separat versteuert wird, reduziert die Staffelung über mehrere Konten die progressive Steuerbelastung erheblich. finpension empfiehlt, jährlich ein neues Konto zu eröffnen.

Einzahlungen Per Banküberweisung; automatische Daueraufträge möglich. Jahresmaximum 2025: CHF 7'258 (mit Pensionskasse) oder bis zu CHF 36'288 (Selbständigerwerbende ohne BVG).

Steuerbescheinigung Wird jährlich automatisch bereitgestellt.

Preise

StrategieAll-in-Gebühr/Jahr (ca.)
Geldmarkt / Cash0.00%
Global 20–60ca. 0.36%
Global 80–99ca. 0.39%
Sustainable-Variantenca. 0.42%

Keine Transaktions-, Depot- oder Ausgabekosten. Aktuelle Gebühren auf finpension.ch prüfen.

Stärken von finpension

Günstigste Gebühren im Markt: Ca. 0.39% All-in ist der niedrigste Satz unter den relevanten digitalen Schweizer 3a-Anbietern. Über 30 Jahre und bei CHF 7'258 Jahreseinzahlung ergibt die Gebührendifferenz gegenüber einem 1%-Produkt einen fünfstelligen Betrag.

Höchste Aktienquote: 99% Aktienanteil ist das regulatorische Maximum. Für Sparer mit sehr langem Anlagehorizont maximiert diese Strategie die Renditechance.

Freizügigkeit integriert: Kein anderer digitaler Anbieter vereint 3a und Freizügigkeit in einer App. Das vereinfacht die Vorsorgeverwaltung erheblich, besonders für Personen in unregelmässigen Arbeitsverhältnissen oder beim Schritt in die Selbständigkeit.

Wissenschaftlich fundierter Ansatz: Die Faktor-Strategien basieren auf akademisch belegten Renditeprämien (Value, Size, Profitability). Für evidenzbasierte Anleger ist dieser Ansatz attraktiver als ein reiner Marktindex.

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Grenzen von finpension

Weniger App-Komfort als VIAC: Die finpension-App ist funktional, aber weniger intuitiv gestaltet als VIAC oder Frankly. Einsteiger brauchen etwas mehr Zeit zur Orientierung.

Kein Versicherungsschutz: finpension ist ein reines Anlageprodukt. Tod- und Invaliditätsrisiken müssen separat abgesichert werden.

Faktorstrategien erfordern Überzeugung: Wer nicht an Faktorprämien glaubt, findet bei VIAC oder Frankly simplere Marktindex-Strategien.

Keine Beratung: finpension ist ein Selbstentscheid-Produkt. Komplex gelagerte Vorsorgesituationen erfordern einen unabhängigen Finanzberater.

Für wen eignet sich finpension?

finpension ist die beste Wahl für:

  • Kostenbewusste Sparer, die die tiefsten Gebühren priorisieren
  • Erwerbstätige mit langem Anlagehorizont und hoher Risikobereitschaft
  • Selbständigerwerbende, die 3a und Freizügigkeit in einer Lösung wollen
  • Personen, die viele 3a-Konten für maximale Steuerstaffelung führen wollen

finpension ist weniger geeignet für:

  • Personen, die Versicherungsschutz (Tod, Invalidität) eingebettet wünschen
  • Anleger kurz vor der Pensionierung
  • Personen, die eine besonders einfache, geführte App bevorzugen

finpension vs. Alternativen

KriteriumfinpensionVIACFranklySwiss Life 3a
Max. Aktienquote99%97%95%Variabel
All-in-Gebühren/Jahrca. 0.39%ca. 0.44%ca. 0.45%Höher
FreizügigkeitskontoJaNeinNeinNein
VersicherungsschutzNeinNeinNeinJa
FaktorstrategienJaNeinNeinNein
Kantonalbank-BackingNeinNeinJa (ZKB)Nein

finpension

Günstigste Schweizer Säule 3a: 99% Aktienquote, 0.39% Gebühren und Freizügigkeitskonto in einer App

Ab 0.00% Gebühren/Jahr

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Haeufige Fragen

Was unterscheidet finpension von VIAC?
finpension bietet die höchste Aktienquote (99% vs. 97% bei VIAC) und die tiefsten Gebühren (ca. 0.39% vs. ca. 0.44%). Zusätzlich deckt finpension Freizügigkeitsgelder ab, was VIAC nicht tut. VIAC hingegen bietet bis zu fünf Vaults und eine etwas polierter gestaltete App.
Was ist ein Freizügigkeitskonto bei finpension?
Wenn jemand die Pensionskasse verlässt (z.B. bei Stellenverlust, Auswanderung oder Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit), entstehen Freizügigkeitsgelder. Diese können bei finpension in eine Freizügigkeitsstiftung übertragen und ebenfalls in Aktienstrategien investiert werden. Damit läuft beides: 3a-Sparen und Verwaltung der Austrittsgelder, über dieselbe App.
Wie funktioniert die Anlagestrategie bei finpension?
finpension investiert in passiv verwaltete Fonds mit einem Schwerpunkt auf globale Aktien. Einige Strategien nutzen Faktoransätze (Value, Small Cap, Profitability). Die Aktienquote kann bis auf 99% gesetzt werden. Nachhaltigkeit (ESG) ist als separate Option wählbar.
Kann ich mehrere 3a-Konten bei finpension führen?
Ja; finpension erlaubt mehrere Vorsorgekonten, was die Staffelung von Bezügen zur Steueroptimierung ermöglicht. Die maximale Anzahl ist nicht auf fünf begrenzt wie bei VIAC. Für die Steuerstaffelung empfiehlt finpension, jährlich ein neues Konto zu eröffnen.
Ist finpension FINMA-reguliert?
Die Vorsorgegelder bei finpension werden über die finpension Vorsorgestiftung und die finpension Freizügigkeitsstiftung verwaltet. Beide Stiftungen unterstehen der Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV). Die Gelder sind vom Betriebsvermögen von finpension AG getrennt und als Sondervermögen geschützt.
Michael Bauer

Michael Bauer

Startup-Finanzierung und Investoren

Michael Bauer analysiert Förderprogramme und Finanzierungsoptionen für Schweizer Startups. Er hat selbst ein Unternehmen gegründet.